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12.05.2008

Interview der belgisch-marokkanischen Webseite „wafin.be“ mit dem Präsidenten des CORCAS in Brüsssel

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Algerien ist dazu aufgerufen, dazu zu verhelfen, eine Lösung für die Saharafrage zu finden, in dem es den Dialog mit den Sahraouis, „die sich in seinem Territorium befinden“, fördert, hat der Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS), Herr Khalihenna Ould Errachid, in einem am 4. Juli auf der belgisch-marokkanischen Internetseite „wafin.be“ übertragenen Interview versichert und eingeschätzt, dass die Autonomie „Allen bekömmlich sein wird“.

„Wafin.be: Eine Vorstellung des Präsidenten des CORCAS ?
Khalihenna Ould Errachid: Ich bin in Laâyoune geboren worden, wo ich mein Grundschul-und Sekundärstudium abgeschlossen habe. Ich habe danach mein Hochschulstudium an der Ingenieurschule von Madrid fortgesetzt. Ich habe, als ich 23 Jahre alt wurde, die Partei der nationalen Sahraouiunion (PNOUS) gegründet. Diese Partei war dafür bestimmt, den Staat zu gründen, den die Spanier in der Sahara schaffen wolltten und  ich war dafür bestimmt, den  Chef dieses Staates zu werden.
Aber, wegen meiner Erziehung, ich habe diese Funktion abgeschlagen und habe abgelehnt, an der Durchführung dieses Projekts teilzunehmen. Ich habe auf diese Laufbahn verzichtet, den die Spanier mir vorgeschlagen haben und ich habe mich bei dem verstorbenen König Hassan II, möge Gott seiner Seele gnädig sein, begeben. Seither, d.h. zwischen Mai 1975 und dem 16. Oktober 1975, zu dem Moment, wo seine Majestät den grünen Marsch angekündigt hat, ich war der nahe Kollaborator seiner Majestät Hassan II für die Vorbereitung des grünen Marsches auf der politischen, diplomatischen, strategischen und technischen Ebene, ich habe am Endergebnis der grünen Marsches und am finalen Sieg teilgenommen. Ich habe auch die  Gelegenheit gehabt, in dieser Periode, eine Missionenserie in der Welt, in Amerika, in Europa, in Afrika und in Asien zu unternehmen, und ich habe das Privileg gehabt, vom König Hassan II dazu ernannt zu werden, den Madrider Abkommen am Sicherheitsrat im November 1975 zu verteidigen.
Ich habe mich 1976, nach der Wiedererlangung des Territoriums am 28. Februar 1976, mit der Etablierung der nationalen Administration im Territroium beschäftigt, und ich habe Anfang 1977 das Privileg gehabt, zum ersten Mal der Regierung dieser Epoche beigeordnet zu werden. Ich habe in der Regierung bis 1992 differente Posten besetzt. Ich war zunächst  mit den Saharaangelegenheiten beauftragt und ich war danach Minister für die  Saharaprovinzen bis 1992. Ich bin auch Bürgermeister der Stadt Laâyoune seit 1983   und war auch Abgeordneter von Laâyoune 25 Jahre lang, d.h. seit 1977 bis 2002.

Wafin.be: mit welcher Partei?
Khalihenna Ould Errachid: mit diverseen Parteien, 1977 war ich zunächst einer der Gründer der Nationalversammlung der Unabhängigen (RNI) mit Herrn Ahmed Ousmane; aber es hat eine Spaltung in dieser Bewegung 1980 zustandegekommen, es war eine enorme Gruppe mit 200 Abgerodneten und man hat zu dieser Epoche die nationale Partei der Demokraten gegründet, woran ich bis zu meinem Abschied aus dem politischen Leben teilgenommen habe. Ich habe 2000 das Privileg gehabt, von seiner Majestät Mohammed VI dazu ernannt zu werden, um an den Verhandlungen mit Herrn James Becker in den drei Zusammenkünften in London und in Berlin Teil zu haben.

Wafin.be: Nach einer  Periode, wo es nichts passierte, und überraschend, der König Mohammed VI hat die Zusammensetzung des Königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS) angekündigt, den Sie präsidieren. Es hat sicher Konsultationen vor dem Isntallieren dieses Rates gegeben,  wie ist es dazu gekommen und wo liegt die Mission des CORCAS?
Khalihenna Ould Errachid: Ich werde nicht das Zuvor des CORCAS erötern… am 25. März, seine Majestät gründet den CORCAS und beauftragt ihn mit einer enormen und ehrenhaften Mission, einer im Dahir (königlicher Beschluss) beschreiben Mission, das ihn konstituiert und drei Kriterien berücksichtigt: 1-die territoriale Integriät beibewahren, -seiner Majestät dabei behilflich sein, die nationale Einheit zu beschützen, 3- alle erforderlichen Massnahmen für die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung der Sahara ergreifen. Selbestverständlich das Autonomieprojekt seiner Majestät ins Werk setzen.

Wafin.be: Wir wissen, dass CORCAS aus 141 Personen zusammengesetzt ist, der alle Schichten der Saharabevölkerung, Führungskräfte, Stämmechefs, Jugendliche, mit einer Frauenquote von 10% vertritt, würden Sie uns seine Struktur beschreiben?
Khalihenna Ould Errachid: CORCAS ist eine königliche Institution, die direkt von seiner Majestät abhängig ist, er ist aus 141 Mitgliedern zusammengesetzt, die die Saharagesellschaft vertreten. Es handelt sich um einen Organimus, der nicht erwählt, aber ernannt wird. Seine Mitglieder stellen die aktuelle Elite der Sahara dar, es sind die Vertreter, die Intellektuellen, die Notablen, die Zivilgeselschaft, die Frauen, die Jugendlichen, die Schioukhs, alle…
Es ist eine reelle Repräsentativität der Saharagesellschaft, wie sie traditionnel dank der  Kooptation hervorkommen kann. Unsere Mission hat am 25. März 2006 in Laâyoune ihren Anfang genommen, und wir haben seither unermündlich gearbeitet. Parallel zu unserer diplomatischen Arbeit und zu unserer wirtschaftlichen und sozialen Arbeit im Süden, wir arbeiten an der Ausarbeitung des Autonomieprojekts, das ein Projekt von Bedeutsamkeit ist.
Wir arbeiten an seiner juristischen, ordnungsmässigen und administrativen Ausarbeitung, es ist ein Projekt, das Marokko revolutionieren wird. Unser Besuch in Brüssel fällt in den Rahmen unserer im Ausland aufgebotenen diplomatischen Bemühungen, um unsere Mission zu erläutern, unser Autonomieprojekt mitzuteilen und darzustellen.

Wafin.be: Nach Ende dieser Reflexionsarbeit wird diese Arbeit dem König und dann den vereinten Nationen präsentiert werden?
Khalihenna Ould Errachid: Das Datum, in dem das Projekt den vereinten Nationen präsentiert werden wird, wird von seiner Majestät fixiert werden. Er wird den CORCAS konsultieren, der dabei ist, das Autonomieprojekt vorzubereiten. Auf der Basis der differenten Konsultationen, seine Majestät wird darauf Acht geben, das Finalprojekt, das zu dem festgelegten Datum präsentiert werden wird, auszuarbeiten.

Wafin.be: Wie sieht Ihr Timing aus, um Ihre Schulssfolgerungen und Ihr Autonomieprojekt zu präsentieren?
Khalihenna Ould Errachid: Oktober 2006.
Wafin.be: ist es nicht durchaus kurz?
 Khalihenna Ould Errachid:  Wenn man hart daran arbeitet, wird man es zu etwas bringen.
Wafin.be: „wir haben in Marokko festgestellt, dass man, jedes Mal, wenn eine Krise entsteht, auf die Schaffung eines angeblichen unabhänigigen beziehungsweise konsultativen Organs zurückgreift, man hat dem mit der Schaffung der Instanz für Gerechtigkeit und für Versöhnung     (IER), des Konsultativrates für Menschenrechte (CCDH) und der Kommission für den neuen Kodex der Familie (die Moudawana) eingesehen, man kann die Beispiele multiplizieren.. es ist beinahe eine marokkanische Spezialität geworden, um die Krisen zu entschärfen!
Khalihenna Ould Errachid: Das ist Marokko nicht eigentümlich, die Westlichen konstituieren auch eine gute Zahl von Entitäten für spezifische Probleme. Sie haben beispielsweise gesehen, dass sie für die europäische Verfassung eine Vereinbarung abgefassst haben! Für spezifische Probleme gelten spezifische Lösungen.
Das Saharaproblem ist so wichtig, dass seine Majestät den CORCAS gegründet hat. Übrigens es handelt sich um den einzigen königlichen Rat in Marokko. Die Mission, die uns zufällt, liegt nicht darin, eine Entität oder ein administratives Organ zu werden, der Rat ist Konsultativrat, ja, aber kein Parlament, kein Exekutivrat, er ist ein Werkzeug seiner Majestät. Er hat uns mit einer diplomatischen Mission und damit beauftragt, das Autonomieprojekt vorzubereiten, und jegliche damit verbundene Aktion zu unternehmen.

Wafin.be: Bevor man die Sprache auf CORCAS lenkt, würden wir einen Flash Back in der Geschichte der Westsahara machen. Kurz und gut, es gab drei grosse Tendenzen nach Abschied der Spanier: die Jenigen, die für die Verbundenheit mit Maroko waren, darunter Ihre Partei und die Generalversammlung, die zu dieser Epoche vom Herrn El Joummani präsidiert war, und die Jenigen, die für den Separatismus waren. Diese haben sich im Ausland niedergelassen, insbesondere in Algerien, diese Tendenzen existieren weiter. Würden Sie sich mehr über diese historischen Elemente  äusseren?          

Khalihenna Ould Errachid: Zunächts, gestatten Sie mir, Ihnen einen essentiellen Punkt mitzuteilen: die Front Polisario ist nicht von Leuten, die unter der spanischen Besatzung gelebt haben, gegründet  worden. Es waren Marokkaner aus der Sahara, die an der Universität Mohammed V studierten, und die von der politischen Situation Marokko in dieser Epoche eingeprägt waren, diese haben die Polisario gegründet. Wir, d.h. die Leute, die mit den Spaniern gelebt haben, die auf den Bänken der spanischen Universitäten ausgebildet wurden, haben die entgegensetzte Richtung genommen. D.h. es sind wir, die auf die Instaurierung eines Staates von den Spaniern verzichtet haben, es sind wir, die für die Einheit der Marokkaner optiert haben, in unseren zweien Varianten, sowohl  in der PNOUS, die  eine moderne Partei war, als auch in der Generalversammlung, der  " Jamaa " , die aus den Stämmechefs (den Schioukhs) zusammengesetzt war. Also, die Mehrheit der Sahraouis, die unter der spanischen Besatzung lebten, haben für die Einheit optiert. Es waren unsere Studenten, unsere Brüder, unsere Kusins, die der Region von Tan-Tan, von  Goulmim, von Assa, dem freien Marokko angehörten, die Polisario 1973 gegründet haben.

Wafin.be: Was waren die Motive für die Gründung der Polisario?
Khalihenna Ould Errachid: Das war die Marginalisierung der Region in dieser Epoche, das waren sehr legitime Ansprüche in dieser Epoche. Es gab keine Entwicklung, keine Strassen, keine Elektrizität, kein Telefon, und es ist normal, dass junge Studenten sich auflehnen wollten. Übrigens, das war gang und gäbe, entweder man wird Rebel wie Che Guevara oder man wird hippy wie es die Mode in den siebziger Jahren war Dem kommen der Panaarabismus, der Konflikt mit Algerien und sogar die Situation innerhalb Marokko, die nicht wirklich glänzend war, hinzu. Alle diese Elemente haben Polisario gebären lassen und ich behaupte immer noch, dass das Saharaproblem ein marokkanisch-marokkanisches Problem, also hauptsächlich ein internes Problem ist.   

Gewiss, es hat eine internationale Dimension eingenommen, auf Grund des Epochekontextes: der Konflikt mit Algerien, die Opposition Libyens gegen unser Monarchiesystem wegen der multiplen interarabischen Konflikten und vor allem wegen des kalten Kriegs… Marokko gehörte zu dem Okzidentblock, während Libyen im Ostblock war. Im Grossen und Ganzen, all dies hat zur Entstehung der Polisario beigetragen, die in der Tat ein Nebenproblem in der Saharaproblematik war! Die Spanier haben ein Abkommen mit Marokko abgeschlossen, dieses Letzte ist nicht in die Sahara eingebrochen, es hat nicht gegen die mindeste Regel des internationalen Rechts verstossen.

Es hat auf den Haager internationalen Gerichtshof Rückgriff genommen, es hat danach mit Spanien gemäss den Regeln des internationalen Rechts einen Abkommen abgeschlossen. Ich habe das Privileg gehabt, diesen Abkommen im Sicherheitsrat der vereinten Nationen im November 1975 zu ratifizieren. Die Problematik der Polisario hat sich als Ergebnis anderer Ursachen verschärfen lassen, sie hat sich in der spansich-marokkanischen Angelegenheit verpflanzen lassen. Die spanisch-marokkanische Angelegeneit ist weder die Ursache für den Saharakonflikt, noch für den Krieg, den wir gegeneinader führen.

Wafin.be: Nach ungefähr drei Jahrzehnten von politischen Verdriesslichkeiten, vom Krieg und von Abkommen, die nicht realisiert werden konnten, Marokko schreibt die These gross, dass es sich um ein marokkansich-marokkanisches Problem handelt, dem eine internationale Dimension verliehen wurde, man traute sich nicht, dies vor … zu sagen…

Khalihenna Ould Errachid: Es ist vollkommen normal! Es stimmt, dass es zum dem Moment, wo der Krieg herrshcte, auf uns nicht gehört wurde, man wandte die Politik des Kriegs an. Marokko hat übrigens den Krieg gewonnen… Als die Feuereinstellung angerodnet wurde, hat es einen Prozess, einen sogenannten Beilegungsplan der vereinten Nationen, gegeben. Es stand aber fest, dass dieser Plan scheitern wid. Es ist unmöglich, ein Referendum zu organisieren, wenn man die Grenzen nicht verändert! Die Saharabevölkerung geht über die Grenzen Marokkos und Algeriens…

Wafin.be: Daher die Problematik der Zählung!

Khalihenna Ould Errachid: In der Tat, daher das Scheitern der Mission vom Herrn James Becker und von Allen. Ein Referendum ist unmöglich in der Sahara, absolut unmöglich. Nicht, weil Marokko es nicht will, sondern weil es unmöglich ist, es technisch und politisch zum Ziel gelangen zu lassen. Übrigens, die vereinten Nationen haben nie ein Referendum solcher Sorte abschliessen können und es hat nie ein Referendum, auf der Identifikation basiert, gegeben, es ist der Grund für den Misserfolg.

Wafin.be: Was hat Marokko veranlasst, seine Position zu verändern, ob gleich es am Anfang für das Referendum war?
Khalihenna Ould Errachid: Jetzt ist Marokko genügend ausgerüstet, um einen revolutionierednen Vorschlag vorbringen zu können! Marokko war weder  administrativ, noch politisch, noch diplomatisch, noch wirtschaftlich bereit. Die Sahara hat Marokko verwandelt, sogar in positiver Weise.

Wafin.be: Es hat aber einen Krieg gegeben, in dem Menschen, Menschendramen und enorme finanzielle Ausgaben gebüsst wurden, der Krieg hat viele Nachfolgen hinterlassen.
Khalihenna Ould Errachid: Nicht nur das, es ist traurig, dies zu sagen, aber es hat auch positive Sachen gegeben. Die Sahara hat zu der Entfaltung Marokko und zu seiner Wiederausstrahlung in der Welt beigetragen. Innerhalb Marokko, sie hat zu der marokanischen Einstimmigkeit, zur Entstehung  des marokkanischen demokratischen Prozesszes und zum Hevortauchen einer neuen marokkanischen Gesellschaft beigetragen. Die Sahara ist nicht negativ für Marokko gewesen, im Gegenteil, sie war vollkommen positiv.
Dieser Einfluss der Sahara auf Marokko ist so genügend mächtig, dass er momentan fähig ist, uns und seine Majestät zu inspirieren, um eine neue Phase anzuschneiden, in dem wir die Autonomei als Vorschlag unterbreiten. Die Autonomie ist eine enorme Wette und eine Herausforderung nicht nur für uns, sondern auch für die Afriakner, für die Araber…

Wafin.be: in welchem Sinne ?
Khalihenna Ould Errachid: In dem Sinne, wo man unser Land in einer Weise verwalten soll, die den Wünschen unserer Bevölkerung entspricht. Dies ist die Herausforderung der Autonomie, sie wird tief unser Land, administrativ, verfassungsmässig, demokratisch, mental, wirtschaftlich, …modifizieren

Wafin.be: Rekonstruieren wir die Ereignisse in ihrer Chronologie: nach dem Scheitern der Mission von Becker, man hat eine Reflexionszeit hier und da gehabt, man ist sogar zu Momenten der Wideraufnahme des Konflikts vorbeigegangen?
 Khalihenna Ould Errachid: Schrullenhafte Bedrohungen!

Wafin.be: Haben Sie als Mission, in Kontakt mit der anderen Partei… der Polisario zu treten?
Khalihenna Ould Errachid: selbstverständlich, es ist unsere Hauptmission, ich tue nur das! Aber wissen Sie, die Autonomie ist nicht nur der Bewegung der Polisario bestimmt, sie ist allen Sahraouis bestimmt. Jenseits der Polisario, ich adressiere mich an alle Sahraouis…. Es ist das Projekt jeden Sahraouis, er soll es selber tragen, denn es betrifft seine Zukunft. Polisario kann keine Schranke setzen…

Wafin.be : ist sie kontaktiert worden ?
Khalihenna Ould Errachid: Selbstverständlich, wir nehmen täglich mit ihr Kontakt auf, wir laden sie zu den Verhandlungen ein. Polisario ist keine demokratische Bewegung, sie ist eine Bewegung, die Angst vor dem Dialog hat, aus der Vergangenheit, sehr lehrmässig, sehr dogmatisch, sie hat Angst vor der Aufgeschlossenheit, vor dem Widerspruch. Deswegen manifestiert sie sich nicht in einer vollkommen zentralisierten Stimmung, aber wir werden sie dank diverser Mittel dazu bewegen, sich an den Tisch der Verhandlungen zu setzen.

Wafin.be: Welchen Platz besetzt Algerien in diesem Prozess?
Khalihenna Ould Errachid: die ganze Welt weiss, dass Algerien Polisario beisteht, es ist kein Geheimnis für Niemanden, mir persönlich sind keine Äusserungen von seiner Seite, die den Corcas betreffen, zugekommen, ich rufe Algerien dazu auf, sich nach dem zu richten, was es überall hinausposaunt, dass es nicht von der Saharaangelegenheit anbelangt ist.
Es schätzt ein, dass diese Angelegenheit die Sahraouis, Marokko und die vereinten Nationen betrifft. Wir laden Algerien dazu ein, uns dazu zu verhelfen, eine Lösung, die allen bekömmlich ist, zu finden. Eine Lösung, die Algerien dabei behilflich sein kann, mit Ehre aus dieser Krise herauszukommen und den Maghreb aus der Sackgasse und der Panne, wo er sich momentan befindet, herauszuführen. Es ist notwdendig, dass  Algerien eine Geste tut, um den Schein zun wahren, wir wollen auf keinem Fall Algerien demütigen, wir wollen, dass es unseren  Nachrbar bleibt und wir bitten es darum, Hilfe dabei zu leisten, einen Dialog mit unseren Brüdern, die sich in seinem Territoirum befinden, zu unternehmen. Wie alle es wissen, die gesamten Flüchtlingslager befinden sich im algerischen Territorium… Algerien ist eine notwendige Passage, um den Dialog mit der Polisario führen zu können und wir laden es ein, sie zu ermutigen, unverzüglich in Beziehung mit dem CORCAS zu treten.

Wafin.be: Diese Autonomie wird wirtschaftlich, administrativ sein, dem spansichen Modell ähnlend? Eine Sorte des Bundessystems?
Khalihenna Ould Errachid:  Zunächst, das System wird nicht ein Bundessystem sein, zweitens, kein Land hat eine Autonomie, die eine Kopie des Modells eines anderen Landes ist, jedes Land verfügt über sein eigenes Autonomiemodell. Wir werden ein marokkanisches Autonomieprojekt vorbereiten, das von den gelungenen Modellen in der Welt inspiriert ist. Wir sind der Welt offen stehend, es ist normal, dass wir uns von Spanien, von Italien, von dem, was woanderes gelingt, inspirieren, aber wir werden eine Autonomie vorschlagen, die den Interessen und den Besonderheiten des Königreichs Marokko entspricht. Wie Sie es erraten werden, ich darf nichts von dem entdecken lassen, was sich vorbereitet, aber ich darf Ihnnen enthüllen, dass sie eine politische Autonomie sein wird.

Wafin.be: Ein letztes Wort für die marokkanische Gemeinschaft im Ausland und besonderes in Belgien?
Khalihenna Ould Errachid: Unsere Gemeinschaft kann Vieles für die Saharafrage unternehmen, sie ist aktiv und wir laden sie dazu ein, unsere nationale Frage bis zum Endsieg weiter zu verteidigen".

Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com

Herr Khalihenna Ould Errachid: die Autonomie stellt für die Saharafrage einen ehrenhaften Ausweg ...

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Herr Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten, hat versichert, dass „allein die Autonomie im Rahmen der marokkanischen Souveränität einen ehrenhaften Ausweg für die Saharafrage sicherstellen kann“. Darüber wurde berichtet in einem Artikel, dass die französische Zeitung Libération am 6. Juli 2006 veröffentlicht hat.

Und er hat hinzugefügt: „allein die Autonomie im Rahmen der marokkanischen Souveränität (…) ist im Stande, einen ehrenhaften Ausweg für die Saharafrage zu finden, ohne Sieger beziehungsweise Besiegte“. „ Es steht im Interesse Niemands, vom Marokko abgetrennt zu werden, insbesondere Algerien“. 

Es soll in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass „Algerien Polisario in seinem Territorium beherbergt und ihr wirtschaftliche und militärische Unterstützung leistet“.

Andererseits hat der Präsident des Corcas jegliche Manövrierung seitens Marokkos ausgeschlossen, denn die Saharafrage ist ein nationales Problem, hinweisend, dass das Referendum und die Selbstbestimmung anwendungsunmöglich sind, nur soweit die Grenzen der vier Länder abgeändert werden.

Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com

Der Präsident des CORCAS kündigt an, dass die Autonomie die Außenzüge Marokkos verändern wird

 

Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS), hat angekündigt, dass „die Autonomie die Außenzüge Marokkos verändern wird, denn sie wurde in verfassungsmäßiger Dreistigkeit getroffen, die zunächst Marokko für sich selbst und für ein teil seiner Bürger anbietet, die sich in der Vergangenheit sich gegen die Situation aufgewiegelt haben, und dass sie ihnen ermöglichen wird, ihre politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten zu verwalten.


Ould Errachid hat hinzugefügt, der sich in einem Pressepunkt am Mittwoch in Rabat am Rande der Ausarbeitung des Vorschlags der Autonomie durch den Rat und seiner Vorlage  dem König Mohammed VI äußerte,  dass „der Vorschlag der Autonomie, woran alle Mitglieder des Rates sechs Monate lang gearbeitet haben, die Souveränität Marokkos wahrt und zweifelsohne die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte aller Söhne der Saharaprovinzen in der Verwaltung ihrer eigenen Angelegenheiten garantiert, sowie dass er überdies der internationalen Legalität entspricht, und dass kein ausländischer Experte an seiner Ausarbeitung teilgenommen hat“.

Ould Errachid, der verweigerte, die Hauptlinien dieses Vorschlags preiszugeben, hat hervorgehoben, dass „die Autonomie nicht mit der Region beziehungsweise mit der breiten Region gleichbedeutend ist“, sondern, dass er eine definitive nicht von den betroffenen Parteien veränderungsfähige Lösung ist, und hat hinzugefügt, dass „das Projekt  auf der verfassungsmäßigen, rechtlichen und politischen Ebene vollendet ist und dass es eine Lösung für jeden Aspekt des Konflikts vorhanden hat.

Ould Errachid hat den Hinweis gemacht, wie es in der Zeitung „Sahara Maghribia“ in Erwähnung gekommen ist, dass die Autonomie eine definitive Lösung für die geschichtlichen Anforderungen der Region zur Verfügung stellt und dass sie den Erwartungen Aller Folge leistet sowie dass der Staat nach fünf Jahren nicht den Anspruch erheben darf, sie abzuändern, da nun die Kompetenzen bereits festgelegt wurden.

Herr Ould Errachid hat erläutert, dass der Vorschlag, der von der Organisation der vereinten Nationen anerkannt wurde, als Mittel zur Losbestimmung betrachtet werden kann, Polisario in eine politische Sackgasse hineinbringen wird, die keine Alternative übrig haben  wird, als diese Option zu akzeptieren, oder in den Lagern zu bleiben in einem ausländischen Territorium.

Ould Errachid hat erneuert, dass die Front Polisario seit 6 Monaten eine erstickende Krise erlebt, und alle Komponente der Front ausgenommen 100 Personen, die die Front Polisario führen, ihr Einverständnis mit der Autonomie erklärt haben und dass die Söhne der Saharaprovinzen im selben Zusammenhang der Triftigkeit der Autonomie und des Vorschlags des Corcas bewusst sind.

Ould Errachid hat darauf hingewiesen, dass Corcas über die Besuche, die er im Ausland abgestattet hat, garantiert wurde, dass die Autonomie die alleinige Alternative zur Beendigung des Saharakonflikts ist und dass das Referendum, das auf die Identitätsidentifizierung fundiert ist, unanwendbar ist, angesichts dessen, dass die Saharaouis auf 4 Länder aufgeteilt sind.

In Erwiderung auf eine Frage auf die Doppelzüngigkeit Algeriens hat Ould Errachid gesagt: „dieses Letzte ist ein Nachbar – und Freundesland und es ist ihm die Notwendigkeit bewusst, die Konstruktion des arabischen Maghrebs vorwärts zu bringen. Es ist von der Saharafrage betroffen, da nun sich die Lager von Tindouf in seinem Territorium befinden. Seine Sprache ist widersprüchlich, es behauptet einerseits, nicht Teilhaber am Konflikt zu sein, was eine Position ist, die für Corcas bevorzüglich ist, da nun sie ermöglicht, die Frage über den Frieden und über die Versöhnung zu lösen, und andererseits, unterstützt es die Front Polisario insbesondere nach der politischen und diplomatischen Krise, die die Front seit 6 Monaten erlebt“.

Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com

Interview der Wochenzeitung « Jeune Afrique International“ mit dem Präsidenten des CORCAS

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Khalihenna
Ould Errachid
Der « Saharamann» von Mohammed VI

Er verkörpert heute die marokkanische Autonomielösung in den „Sudprovinzen“. Von der spanischen Kolonisation, dem Sicherheitsrat der vereinten Nationen bis zu den Bleijahren der Herrschaftszeit von Hassan II, Porträt eines grossen Notabels von Reguibat.


Der Mann, der uns um einen maurischen Teeglas empfängt, in einer Villa des Wohnviertels von Souissi in Rabat, hat die Gangart eines Offiziers der Guardia Civil, den rauhen Akzent der Sahraouis, die Zungenfertigkeit eines Lagerererzählers, spanischsprachig, bevor er französischsprachig ist, und einen von der Vordringlichkeit marikierten Agenda. Bis zum 30. Oktober, Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS), wird eine ausschlagebende Kopie vorlegen sollen. Die Kopie des internen Autonomiestatuts der Westsahara, das Marokko dem Sicherheitsrat der vereinten Nationen unterbreiten wird, das es im Laufschritt anzuwenden beabsichtigt. Dieser grosse fünfundfünfzigjährige Notabel ist gleichzeitig den Trupf, den Joker und „die Saharalösung“ vom Mohammed VI. Minister vom Hassan II während Fünfzehn Jahren, es ist ihm die Grosstat gelungen, nicht in die zu dieser Epoche im Territorium ins Werk gesetzte repressive Politik hineinverwickelt zu sein und bis heute diesen famosen dritten Weg-weder Unabhängigkeit noch Integration-, die von nun ab das offizielle Projekt der Monarchie für ihre „Sudprovinzen“ zu verkörpern. Die übliche Ausdrucksweise hingegen, er hat nie als „Söldner“ die Dirigenten der Polisario qualifiziert. „ Es sind unsere Brüder, sagt er. Es kommt mir oft vor, die Gründe zu nachvollziehen, die die Sahraouis, bis zu einer rezenten Epoche, bewogen haben, mit der Polisario zu sympathisieren. Zwanzig Jahre lang, sie haben dauernd hören können, wie die Adminsitration und die Media es wiederholeln, dass wir Marokko kostspielig sind, dass wir Unterstützte sind, dass wir unter Perfusion leben, dass es notwendig war, uns zu bändigen und dass unser einziges Recht darin besteht, unseren Dank dafür auszusprechen. Nie hebte man hervor, was Sahara für Marokko mit sich gebracht hat: Die Einheit um den Thron und eine erneuerende geopolitische Dimension. Dies hat seine Majestät vertanden, Gott sei Dank“.

Die Ausdrucksweise, stellt man fest, hat nichts zu tun mit der Ausdrucksweise unter der Herrschaft des vorgängigen Königs, als Driss Basri, der allmächtige Innenminister, sein Ausnahmegesetz von Tan-Tan bis Dakhla vorherrschen liess, als der Vorfahre des Corcas nur eine leere Schale war; und als das einfache Ausdrücken einer divergierenden Meinung zehn Gefägnisjahre zuteil werden liess. „Heute, versichert er, man kann für die Polisario, für das Referendum, für die Unabhängigkeit sein und man darf es verlauten lassen. Kurz und gut, man kannn sich täuschen und in der Sahara leben, ohne beunruhigt zu sein. Aber unter einer Bedingung: keine Gewalttätigkeit“.

Um „die Jenigen der Gegenüberseite »zu überzeugen, dass man fortan Marokko Vertrauen schenken kann und dass die Autonomie, im Gegensatz der Unabhängigkeit, kein Lockmittel ist, der „Sahraoui von M6“ erklärt sich bereit, sich in die Lager von Tindouf zu begeben, um öffentlich mit Mohamed Abdelaziz, dem Chef der Polisario, zu debattieren. „Was ich sagen werde, ist einfach: die Sahraouis haben keine Zukunft als Flüchtlinge. Sie sollen nach Marokko hohen Kopfes zurückkehren. »

Den Reaktionen der  Dirigenten nach, die auf die Unabhängigkeit bestehen, für die Khalihenna ein Teufel in der Tracht eines Verführers ist, um so mehr, da er eine Aufgeschlossenheitsausdruckweie hält, diese Perspektive ist nicht für Morgen. „Ich beunruhige sie, denn sie wissen, dass ich sie sehr gut kenne, dass ich dem selben Blut entstamme“, murmelt der jenige, der sich mehr und mehr als den zukünftigen Präsidenten der Saharaautonomie positioniert. „Alle wissen auch, dass die Geschichte meines Lebens vermengt sich mit der Geschichte unserer Weiden, unserer Lager, unserer Zelten und unserer gemeinsamen Erde…“

Khalihenna Ould Errachid ist am 24. November 1951 unter einer Lagerzelte des Stammes Ostreguibat (Sahelreguibat) nicht weit von Laâyoune, Hauptstadt der Kolonie von Rio de Oro und von  Seguiet el-Hamra, geboren worden. Sein Vater, respektierte Figur der Gemeinschaft von Reguibat und ehemaliger Kämpfer der letzten Revolte der Saharastämme gegen den Kolonialismus 1937, ist ein Viehzüchter mit multiplen Talenten (es kommt vor, dass er das Gebet dirigiert und dass er die Verwundeten pflegt), bringt seinen Kindern den Sibageist bei: Niemand soll sich einem ungerechten Gesetz unterwerfen.

Als der Aufstand der Befreiuungsarmee des Südens (ALS) 1957 ausbrach, die der  Quasitotalität der Westsahara ausgenommen Laayoune und Dakhla Herr wird, der alte Mann ist in natürlicher Weise an der Seite der Insurgenten. Im Februar 1958, die französische und die spanische Armme lösen geminsamerweise die Operation Ouragan aus und vernichten die ALS. Der Lager von  Khalihenna ist bombardiert und die Gemeinschaft zerstreut sich in der Wüste. Ein Teil davon, insbesondere die Familie Mustapha Sayed el-Ouali, zukunftigen Gründer der Front Polisario und engen Kunsins von Ould Errachid, beschliesst, Zuflucht im unabhängigen Süden Marokos zu suchen. Die Familie von  Khalihenna wählt, in Laâyoune unter spanischer Herrschaft zu bleiben. Eine Wahl, die nicht ohne Konsequenzen sein wird.    

Zu spät im Alter von 9 Jahren eingeschult, aber trotzdem begabter Schüler, der junge Khalihenna ist schnell von der kolonialen Administration von Franco, die danach bestrebt ist, eine lokale Elite hingebungsvoll zu fördern, aufs Korn genommen. Er besucht die Grundschule und danach das Gymnasium von Laâyoune. Aber, das Schülermodell ist auch, aus familiärer Tradition, ein zukünftiger Nationalist. Ende der Sechziger Jahren, er beteiligt sich, leidenschaftlich, an den heimlichen Versammlungen, die ein bewusster Mohamed Bassiri im Haus der Ould Errachid organisierte. Dieser dreissigjährige Journalist und Aktivist ist einer der seltenen Reguibis, die im Ausland, in Kairo, in Damaskus und in Rabat, studiert haben. Er ist der jenige, der den Embryon einer Widerstandsbewegung: der heimlichen Organisation gründen wird.

Am 17. Juni 1970, Bassiri organisiert in Zemla, einem Viertel in Laâyoune, eine grosse Protestmanifestation. Khalihenna nimmt daran teil. Aber, die Ereignisse nehmen eine üble Wendung. Von dem Steinwurf visiert, die Legionären von Tercio feuern mit schwerem Maschninegewehr los. Bilanz: Eine Duzent von Sahraouis wird getötet. Was Bassiri anbetrifft,   er wird von der Polizei, in voller Dunkelheit, unter den Augen von Khalihenna und seinen Genossen, entführt. Niemand wird ihn wieder sehen. Und Niemand, heute noch, weiss, was aus dem Jenigen geworden ist, den alle Sahraousi als Martyrer betrachten.

Einigermassen schockiert, Khalihenna versteckt sich in Laâyoune. Drei Tage danach verhaftet, er wird schnell auf Intervention seiner spanischen Lehrer freigelassen. Aus diesem Drama vom 17. Mai erwirbt er die Überzeugung, dass die Konfrontation mit der Kolonialadministration zu Nichts führen wird. Besser ist es, zu verhandeln, zu beschwichtigen und mit der Zeit zu rechnen.

Abiturient und stipendienberechtigt, der Sohn des alten Ould Errachid fliegt davon nach Madrid, wo er sich in einer Industrieingenieurschule einschreibt. Aber sein Studium in der spansichen Hauptstadt lässt ihn die Politik nicht vergessen, weniger denn die Leiden seines Kusins el-Ouali, mit dem er regelmässig korrespondiert. Mustapha Sayed el-Ouali hat Marokko nicht verlassen, wo er sein Studium an der Fakultät für Rechtswissenschaften fortsetzt und innerhalb der nationalen Union der Studenten Marokkos (UNEM) an der Seite anderer zukünftiger Dirigeten der Polisario wie  Mohamed Ould Salek, Mohamed Sidati oder Mohamed Lemine Ould Ahmed politisch tätig ist. Nationalist und in entschlossener Weise linkisch, die kleine Gruppe der Sahraouisstudenten in Marokko bestehen streng genommen auf die Unabhängigkeit. Sie schreibt die Befreiuung der spanischen Sahara gross und bewirbt sich dafür um die Hilfe der Parteien und der Administration des Königreichs und einige unter ihnen begehren unverhohlen die Verbundenheit mit Marokko, sobal seine Dekolonisierung vollendet ist.

Aber für Hassan II und für den General Oufkir, seinen rechten Arm, wie es auch für die Quasitotalität der marokkanischen Linke, eine solche Perspektive stellt keine Priorität dar: Es steht ausser Frage, antispanische Aktivitäten im nationalen Territiorium zu tolerieren. Im März 1972 erfolgt die Trennung. Sahraouismanisfestierte, davon einige, die Schilder schwenken und die die Integration der Westsahara in Marokko reklamieren, sind gewalttätig von der Polizei in Tan-Tan herumgestreut. Die Anstifter sind verhaftet, gefoltert und dann freigelassen worden. Unter ihnen, el-Ouali, sein Bruder  Bachir Mustapha Sayed, Mohamed Sidati, und zwei Medizinstudenten der Fakultät von Rabat, denen ein gegensätzlicher  Schicksal anheim fallen wird, Maalaïnine Benkhalihenna, zukünftiger Gouverneur von Larache und aktueller Generalsekretär des Corcas und … Mohamed Abdelaziz.

Reguibat Fokra (des Westens) in Marrakesch geboren und Sohn eines Militärs der königlichen Streitkräfte, der jenige, der nach dem Tod von el-Ouali Führer der Front Polisario wird, die er dreissig Jahre danach noch immer präsidiert, erfährt seine Feuertaufe. „Es ist die Repression von Tan-Tan, die am Ursprung der Schafung der Polisario ist, sagt heute Khalihenna Ould Errachid.. Wenn der marokkansiche Staat hat das, was die Manifestierten sagten, hören wissen, die Front hätte nie existiert.“

Eines Abends vom Dezember 1972, Khalihenna  empfängt in seinem Studentenzimmer in Madrid einen Überbringer eines langen Briefes seines Kusins el-Ouali. Dieser Letzte kündigt ihm die zukünftige Schaffung einer Befreiuungsbewegung der spanischen Sahar an und lädt ihn dazu ein, sich ihm anzuschliessen. Ziel: die Unabhängigkeit. Mittel: der Waffenkampf. Da nun Marokko es ablehnt, als Hinterbasis zu dienen, wir werden ab Mauretanien und Algerien agieren“, erklärt el-Ouali.

Khalihenna vertraut seine Antwort dem Überbreinger an: es kommt nicht in Frage, auf die Gewalt zurückzugreifen und den Kampf ab einem Nachbarland zu führen. So ohne ihn ist, am 10. Mai 1973, in Zouérate in Mauretanien, die Front Polisario gegründet worden. Aber mit ihm gründet die spanische Administration, danach bestrebt, seine Kolonie auf dem Weg der kontrollierten Unabhängigkeit zu engagieren, ein Jahr danach, die Partei der nationalen Sahraouiunion (Puns).

Wie auch Polisario, aber mit einem versöhnenderem Ton gegenüber Spanien, das, übrigens, sich kaum versteckt, sie zu finanzieren, Puns ist eine Partei, die auf die Unabhängigkeit besteht, und jeglicher ausländischer Revendikation feindlich ist. „Reine taktische Konzession, erklärt heute Khalihenna. Es war notwendig, sich so bemerkmar zu machen, wenn wir existieren wollten: Die Spanier liessen uns keine andere Wahl.“ Für den Moment, der jenige, der ein Jahr danach, spektakulär seine Aussöhnung mit Marokko ankündigt, verliert sich in feindlichen Erklärungen gegenüber dem „marokkanischen Expansionnismus“. Er ist 23 Jahre alt und der Gouverneur von Franco von Laâyoune hört nicht damit auf, ins Ohr zu flüstern, dass seine Zukunft als Präsidenten des zukünftigen Saharastaates vollkommen bezeichnet ist.“ Ich war jung und ich soll anerkennen, dass es anziehend war“, vertraut er an.

Kaum am Kopf der Puns hinaufgetrieben, Khalihenna begibt sich nach Mauretanien an Bord eines alten Land Rovers, um seinen Kusin el-Oauli zu treffen. Er möchte ihn von der Rechtsmässigkeit seiner strategischen Wahl überzeugen, da nun sie das visierte Ziel-die Unabhängigkeit-teilen. Die zweien Männer sehen sich einander zu zweien Malen, im September und im Dezember 1974 in Nouakchott, im Salon eines lokalen reichen Händlers, Fetten Ould Reguibi, und in Gegenwart einer Duzent von Notablen. Zwischen Khalihenna, der sich in rein nationalistischen Worten rechtfertigt, „die Sahraouis zunächst“ und  Mustapha Sayed el-Ouali, der von einer Revolution auf der Ebene des Maghrebs spricht und seine Gespräche mit  Mouammar Kaddafi und Houari Boumedienne evoziert, le courant ne passe plus. Nach Ende ihres letzten Treffens, el-Ouali, sagt seinem jungen Kusin:“ wenn ich dir binnen einem Monat keinen Wink gebe, dann verstehe, dass ich unsere Beziehung aufgelöst habe.“  Sie werden sich einander nicht mehr wieder sehen.

Nach Laâyoune zurückgekehrt, Khalihenna versucht, die Puns im totalen Territorium einzupflanzen mit Hilfe der spansichen Administration. Aber die Einpflazung gelingt nicht, da Polisario unaufhörlich ihre Macht wachsen lässt. Der junge Chef der Puns tritt alsdann heimlich in Kontakt mit den marokkanischen Behörden. „Aus Überzeugung, denn mein Vater hat mir immer die Realität der Bande der Saharastämme mit dem Thron der Alaouiten beigebracht“, versichert er. „Aus einfachem politischem Opportunismus, denn es ist ihm Licht aufgegangen, dass seine persönlichen Ehrgeize keine Chancen besassen, zu etwas zu führen“, schieben seine Gegner zurück.

Im März 1975, als er sich auf einer Tournee in Europa und im mittleren Orient befand, um die Objektive seiner Partei zu erläutern, die spanischen Nachrichtendienste, die dessen verdächtigten, doppeltes Spiel zu spielen, erwarben die Überzeugung, dass er sich am Telefon ab Paris mit Hassan II in Person unterhalten hat, was in der Tat exakt ist. Am 18. Juni 1975, beim Besuch einer Delegation der vereinten Nationen in der Sahara-in dessen Verlauf der Polisario eine Gewaltdemonstration auf Kosten der Pnus gelungen ist- Khalihenna trifft die Entscheidung seines Lebens: ohne die Kamaraden der Partei zu benachrichtigen, er verlässt Laâyoune für Madrid, Genf und Paris, wo der König einen Flugzeug auf seiner Recherche schickt.    Am 19. ist er in Fes, wo er das Treueeid vor Hassan II leistet, bevor er die Polisario als „kommunistische Organisation“ qualifiziert. „Es war die Ausdruckweise der Epoche, erklärt er heute, wie um sich zu entschuldigen. Die Realität ist so, in meiner Audienz mit seiner Majestät, am selben Tag, in Zugegenheit des Beraters  Ahmed Bensouda und des Generals Ahmed Dlimi, dass ich Hassan II gesagt habe, dass die alleinige lebensfähige Lösung für die Sahara die Autonomie war. Ich habe nie meine Meinung seither verändert.»

1975-1980: Marokko niederlässt sich in seinen „wiedererlangten Provinzen“, inmitte des Restes der Saharabevökerung, das, der Polisario nicht gelungen ist, nach Algerien mitzunehmen. Khalihenna engagiert sich im grünen Marsch, kehrt nach Laâyoune im Dezember 1975 zurück, nimmt an der Einrichtung eines Administrationsembryons teil,  während die Katibas der Front die Stadt belagern, und integriert am 11. April 1977 die Regierung als Staatssekretär für Saharaangelegenheiten. Er ist 28 Jahre alt, was ihn, schätzt er ein, den jüngsten Mitglied einer marokkansichen Regierung seit der Unabhängigkeit ausmacht. Obgleich er, den die Dirigenten der Polisario „den Dienstsahraoui“ nennen, unzweifelhaft „eine positive Diskriminierung“ zugebilligt bekommen hat, der Betroffene ist nicht wenig stolz auf diese Auszeichnung.

Schnell als Minister, dann als Abgerodnetenbürgermeister von Laâyoune ernannt,  der Reguibi seiner Majestät stosst auf die Allmacht des Innenministers. „Ich wusste nichts um die inneren Wirren und um die Machtverhältnisse in Marokko, erklärt er. Gegenüber Basri hatte ich wenige Chancen, den Sieg davon zu tragen.“ Er wird zehn Jahre lang Widerstand leisten, bis zu seiner Kaltstellung 1992. „Ich war im totalen Krieg gegen Basri, sagt er heute. Er wollte sich die Sahara zu Eigen machen, um seine eigene Politik durchführen zu können. Das war sein Lehen, sein Bereich, seine Festung. Für die Sahraouis, das waren die Zeiten der Verachtung und der Lügen. Von Laâyoune bis Dakhla, Basri war der König. Alle leisteten ihm Treueeid. Ausser mir, nie

Khalihenna versichert, bei Hassan II zu vier Malen in den achtziger Jahren interveniert zu haben, um die Häftlingen der Sahara vom Bagno von  Kalaat Ngouna zu befreien-es waren zirka drei Hundert, in abscheulichen Bedingungen wegen ihrer Sympathie mit der Polisario verhaftet-. „Jedes Mal hat der König mir ja gesagt. Und Basri ist immer gelungen, dass sich nichts bewegt.“ Ebenso für das Autonomieprojekt im Territoriums, das der Grosswesir, kaum zu glauben, systematisch torperdiert hätte».

Ende der neunziger Jahre, als Khalihenna Abgeordnetebügermeister von Laâyoune praktisch machtbar ist, die Situation in der Westsahatra nähert sich der Implosion an. Stämme gegen Stämme, Sahraouis gegen „Siedler“ aus dem Norden, Allgegenwart der Polizei:   

Das Territorium befindet sich in einem Ausnahmezustand. Die Spaltung zwischen der lokalen Bevölkerung und der Zentralgewalt ist tief. Der Druck und der Zorn waren so, dass der Tod Hassan II am 23. Juli 1999, das Unwetter auslöste. Im September-Oktober, es ist eine spontane Intifada, die die Städte unter amrokkanischer Administration bestreicht. Alle, darunter Polisario, die damit nichts zu tun hat, ist über die Tragweite der Einwednung überrascht. Die Aufwiegler weisen in Bausch und Bogen das „System von Basri“ zurück. Ein Anfang eines Bürgerkrieges zwischen den Sahraouis und den marokkanischen Residierenden ist beinahe vermieden worden. Khalihenna hält Vierzig Meetings in funfzehn Tagen ab, in deren verlauf er unverhohlen den Innenminisetr anzeigt. Aber, man wird auf die Kaltstellung dieses Letzten am 9. November warten, damit Ruhe einkehren kann. „In den Augen der Sahraouis, der Abschied von Basri ist als Befreiung erlebt worden, erklärt Khalihenna. Seiner Majestät ist das Problemgewicht bewusst geworden: Marokko war beinahe dabei, seine Sahara zu verlieren».

Alles verändert sich mit dem Eintritt vom Mohammed VI in die Szene. Die Münde schlagen sich auf. Die Administration wechselt sich volllkommen und die Sahara besucht seine Bleivergangenheit wieder. Mitetls der Instanz für Gerechtigkeit und für Versöhnung (IER), deren öffentliche Sitzungen sehr verfolgt werden, aber auch dank der Nichtregierungsorganisation, die überall aufblühen, dank des Internets und der Mobiltelefone, die ermöglichen, mit unseren Brüdern der lager von Tindouf zu kommunizieren, die marokkanische Sahara erlebt ihren ersten „Frühling“. Aber es besteht eine Kehrseite. Wenn die ehemalige Order mehr und mehr verschwindet, das Königreich steckt in einer Panne, was das Zukunftprojekt für seine „Sudprovinzen“ anbetrifft. Ergebnis: die Unabhängigkeitsideen strömen in die durch die „Entbarisatierung“ des Territoriums entstandene Leere hinein.

Flugschriften und Flaggen der Polisario kommen zum Vorschein, Zellen radikaler Jugendlichen organisieren sich in einigermassen direkter Verbindung mit den Lagern von Tindouf. Im Mai 2005, ein Häufchen von Aktivisten, die der Unabhängigkeit favorabel sind, organisiert eine Meuterei in Laâyoune, in deren Verlauf die marokkanische Flagge abgebrannt wird. Die Unterdrückung ist muskulös. Für Mohammed VI ist es ein Alarmsignal: es ist vordringlich geworden, den Sahraouis eine politische Alternative, die nichts anderes als die Autonomie ist, und ein repräsentatives Organ, mit der Ausarbeitung der Form und des Inhalts beauftragt, anzubieten. Dies wird der Corcas, der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten, am letzten 25. März geschaffen, sein.

Um diese Instanz von 141 Mitgliedern aus allen Komponenten der Saharagesellschaft zu präsidieren, der Name  Khalihenna Ould Errachid durchsetzt sich soeben. Gewiss, der Mann vereinigt nicht die Einstimmigkeit auf sich: sein Parcours, manchmal krumm, das Vermögen, das man ihm anrechnet, „seine Beschlagnahme“ über Laâyoune, sind die Vorwürfe, die man hier und da hören kann. Er rechtfertigt sich dessen mit Nachdruck: „ich bin kein Geschäftsmann, ich habe weder eine Fischereilizenz noch einen Sandlaufbahn, wie einige. Gewiss, mein Bruder, der Abgeordnete in Laâyoune ist, ist ein wirtschaftlicher Operator, aber er ist trotzdem nicht der reichste Mann in der Sahara. All dies ist ausgestreute Lügen aus der Epoche Basris.“ Finanziell bequem, Khalihenna, hätte, ihm immer nach, nie den „Business“ berührt. Davon Akte. Aber das Wichtisgte liegt nicht hier. Der Mann ist ein grosser Notabel, der „einem grossen Zel“  eines der wichtigsten Saharastämme entstammt. Vor allem, er verkörpert seit dreissig Jahren das Autonomieprojekt, das heute die marokkansiche Lösung für das Kopfzerbrechen der Westsahara ist. Umso mehr Gründe, die ihn unumgänglich werden lassen.

Übrigens, wenn man ein wenig insistiert, Khalihenna Ould Errachid wird kaum darum gebeten, sich als zukünftigen Präsidenten der autonomen Sahararegion vorzustellen, einer breiten Autonomie nach katalonischem Typ, das der Zentralgewalt nur die nationale Verteidigung, die auswärtigen Angelegenheiten und die Währung zurücklässt. Genau Rückekehr der Sachen soll er mit innerer Stimme der Jenige denken, den Spanien, als er 25 Jahre alt war, programmiert hat, Staatschef zu werden... 


* El-Ouali ist im Kampf in Mauretnaien im Juni 1976 vertorben.

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Interview Jeune Afrique:

Welche Autonomie? Und mit wem? Der Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (Corcas) antwortet auf Jeune Afrique.

JEUNE AFRIQUE: warum sind Sie einem Referendum der Selbstbestimmung in der Westsahara gegenüber feindlich?

KHALIHENNA OULD ERRACHID: Denn dies macht es notwendig, ein Referendum, nicht nur in der marokkanischen Sahara, sondern auch in Algerien, Mauretanien und in Mali zu organsieren, also überall, wo die Saharastämme leben. Wir ähneln einigermasen den Kurden, wir sind ritterlings in vier Ländern. Andernfalls, man soll die Grenzen der Region ändern, um ein Saharaland schaffen, das sich von Tan-Tan bis Tindouf und von Zouérate bis Taoudenni erstreckt.

Wie betrachten Sie die Aktivisten der Front Polisario?

Wie Brüder, wie Kusins. Es sind Leute, die ich respektiere, authentische Sahraouis. Die Gründe für die Grüdung der Front Polisario stehen in Verbindung mit dem Verhalten der marokkanischen Administration zu dieser Epoche. Sie waren also verständlich und aufrichtig. Jetzt, Polisario steht vor einer historischen Wahl: entweder der Rückkehr ins Land im Rahmen einer wahrhaftigen Autonomie oder der Endlosigkeit der Lager von Tindouf.

Können Sie mit Mohamed Abdelziz, Präsidenten der RASD, regieren?

Selbstverständlich, Abdelaziz kann sich hier vollkommen behaupten. Sein Vater ist Mitglied des CORCAS, seine Brüder leben in Laâyoune, er selbst ist in Marrakesch geboren worden. Möge er die Autonomie präsidieren, warum denn nicht? Es soll ihm aber bewusst werden, dass dieses Projekt das Höchste ist, was die Sahraouis bekommen werden.

Was für eine Autonomie?

Wir arbeiten daran, aber ich möchte Ihnen sagen, dass sie der Sahara eingentümlich ist, und nicht auf den Rest Marokkos versetzbar ist. Die Sahraouis werden selbst die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Angelegenheiten übernehmen, aber zur gleichen Zeit, wir werden die Bande, die Nabelschnur, die uns immer mit dem Thron verbindet, aufrechterhalten. Vergessen Sie nicht, dass bei uns die Verbundenheit mit dem König immer der Verbundenheit mit der Gesetzgebung, d.h. mit der Administration, überlegen gewesen ist und in der Tat sie übertroffen hat.

Ist Algerien ein Hindernis?

Manche behaupten es, aber ich kann mich nicht dazu entschliessen, dies zu glauben. Wenn Algerien sagt, nicht Konfliktteilhaberin zu sein, ich glaube ihm. Wenn es sagt, nichts beanspruchen und nichts gewähren zu haben, ich pflichte dem bei. Ich bedanke mich bei ihm dafür, sich um unsere Brüder der Lalger Jahre lang gekümmert zu haben. Heute, obliegt uns, unserem grossen Bruder dazu zu verhelfen, dieses Problem aufs Beste zu lösen, mit der erforderlichen Würde.

Das heisst?

Die sahraouis, die in den Flüchtlingslagern leben, sollen ins Mutterland zurückehren, mit der Überzeugung, dass ihre legitimen Ansprüche zufriedengestellt wurden. Alle, ausgenommen eine: die Unabhängigkeit. Weder Unabhängigkeit unter ausländischer Obhut noch reine und einfache Integration in Marokko, aber eine breite Autonomie im Rahmen eines demokratischen modernen Projekts. Es besteht keine andere Lösung“.

Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com

Seine Majestät der König hat dem königlichen Konsultativrat für Saharaangelegenheiten „ein neues...

 

Die internationale Wochenzeitung „Jeune Afrique“ hat in ihrer rezenten Veröffentlichung versichert, dass seine Majestät der König Mohammed VI dem königlichen Konsultativrat für Saharaangelegenheiten “ein neues Leben“ eingehaucht hat, der „eine führende Rolle in der Ausarbeitung des Projekt der Autonomie“ in den Sudprovinzen eingenommen hat. Die Wochenzeitung hat in einem 35seitigen Dossier, das der Entwicklung und der Dynamik in den Sudprovinzen gewidmet wurde, hervorgehoben, dass Marokko nicht weniger als 20 Milliarden Dirhams in der Ausstattung dieser Provinzen mit den Basisinfrastrukturen ausgegeben hat.


In den letzten zehn Jahren hat die Region Oued- Edahab Lagouira, Laâyoune, Boujdour und Sakia Hamra den Verzug, der aus der Kolonialperiode vererbt wurde, überwunden“. In diesem Zusammenhang hat die Wochenzeitung insbesondere in Erwähnung gebracht, dass die Versorgung mit Trinkwasser, die sich 1995 auf 15% belief, heutzutage 80% übersteigt, und hat den Hinweis gemacht, dass die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit seit der Ingangbringung der nationalen Initiative für die menschliche Entwicklung eine Hauptbaustelle in den Sudregionen Marokkos konstituiert hat.

„ Jeune Afrique“ hat andererseits angegeben, dass der Süden Marokkos, der über Hundertkilometer  von Stränden verfügt, sich bedeutsamen touristischen Voraussetzungen erfreut, die diese Provinzen beabsichtigen, davon in angebrachter Weise zu profitieren und hat darauf hingewiesen, dass die Wilaya Guelmim-Smara dazu eingeladen ist, „eine Hauptrolle im Bereich der touristischen Entwicklung dieser Region zu spielen“.

Sie hat in Erwähnung gebracht, dass zwei große touristische Stationen das Tageslicht in der Küste dieser Wilaya sehen werden und dass das Projekt „der weiße Strand“, das zu den sieben Sites „des Plans Azrou“ gehört, bis 26 Tausend Bette empfangen kann und dass die andere Realisation am Ufer des Wads Chbika auf 1600 Hektar stattfinden wird.

Die Wochenzeitung hat erläutert, dass die Stadt Laâyoune, die nur einfache Häuser kannte, momentan über breite Strassen, über beleuchtete öffentliche Plätze, über große Hotels, über Moscheen und über eine königliche Residenz verfügt, und hat hinzugefügt, dass seit dem die Spanier die Stadt verlassen haben, „sie nicht damit aufhört, sich rasch zu entwickeln und dies dank der Hilfe des Staates“. Was die Stadt Boujdour anbetrifft, hat „Jeune Afrique“ hervorgehoben, dass „es mit den Projekten nicht geknausert wird, um ihren Strand in Stand zu halten“ und dass die Stadt über eine Hotelzone, über Nebenresidenzen und über Restaurants verfügen wird.

Die Wochenzeitung hat damit abgeschlossen, dass die Stadt Dakhla, die seefischreich ist und die über Projekte der Infrastrukturen verfügt, eine Entwicklung des Gemüseanbaues in Gewächshäusern erfährt, und dass die Stadt seit Jahren die Liebhaber des Surfs aus allen Ecken der Welt empfängt, um außerordentliche Sportarten zu treiben und um den Winter in einem gemäßigten Klima zu verbringen.

Und nach dem die Wochenzeitung darauf hingewiesen hat, dass die großen Baustellen „nicht nur die Städten betreffen“, hat sie zu verzeichnen gegeben, dass die Agentur für die Förderung und für wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Sudprovinzen an der atlantischen Fassade der Sahara „die glorreichen Fischprojekte“ dank der Finanzierung des Aufbaues und der Vorbereitung zehner Entwicklungspolen begleitet, und hat hinzugefügt, dass es erwartet wird, dass „die Infrastrukturen der Häfen, die Sozialausrüstungen, das Wohnwesen und der Plan der Entwicklung der Fischerei in der Sahara eine Milliarde Dirhams von öffentlichen Investitionen in Anspruch nehmen werden“.  Der Generaldirektor der Agentur Herrn Ahmed Hajji hat erachtet, dass ungefähr 140 Projekte realisiert wurden, beziehungsweise dabei sind, realisiert zu werden mit Globalkosten von 3 Milliarden Dirhams.

Er hat darüber hinaus erläutert, dass „ wir, ausgenommen den klassischen Infrastrukturen, uns darauf konzentrieren, eine neue Generation von Projekten zur Welt zu bringen, die die menschliche Entwicklung, die Beschäftigung, und die Unterstützung der Autoinitiative und der Ausbildung sowie der Zivilgesellschaft und der Erwählten betrifft“.

Die Agentur schenkt ein besonderes Interesse der Förderung der Kultur Hassanie und des Umweltschutzes, und dies dank des Programms der Rettung der Oasen, das in enger Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der vereinten Nationen realisiert wird.

Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com

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